Ich möchte in diesem Thread kurz und völlig wertfrei über das Thema aufklären. Dass es ein polarisierendes ist und das noch einiges zu tun ist, um die Ziele der Inklusion in der Schule tatsächlich zu realisieren, haben Sie selbst sicherlich bereits mitbekommen. An dieser Stelle soll es aber um das 'Was' gehen und nicht um das Pro und Contra.
Viele Bürger, die sich nicht unmittelbar mit dem Thema Behinderung konfrontiert sehen, wissen wohlmöglich nicht genau, was es mit diesem Begriff auf sich hat bzw. was oder ob sich nun in den Schulen etwas verändern wird.
Fakt ist: Die Grundschulen werden wohl am stärksten in den Prozess integriert oder - in dem Falle passender - inkludiert sein.
Die derzeit viel beschriebene Inklusion geht von der Heterogenität einer Gesellschaft aus, die keine Ausgrenzung mehr zulässt und prüft, wie sie jedem Einzelnen möglichst gerecht werden kann. Jedem Menschen soll eine gesellschaftliche und soziale Teilhabe am öffentlichen Leben ermöglicht werden.
Die 2009 in Deutschland in Kraft getretenen 'UN-Menschenrechtskonventionen' (http://www.aktion-mensch.de/inklusion/un-konvention.php ) stellen hierfür die Grundlage dar.
Quelle: http://www.regionale.bildungsnetzwerke.nrw.de/rbn/img/12/6e42ab82-7445-42bf-ae9d-e060734e698c.jpg
Der Grundsatz des Lernens in der Grundschule entspricht den dort aufgestellten Thesen in vollem Maße: Jedes Kind soll gemäß seiner Fähigkeiten bestmöglichst gefördert werden. Lernpläne und Lernziele sollen auf seine Person, seine Biographie und entsprechend seiner persönlichen Voraussetzungen zugeschnitten sein.
Von einem gleichschrittigen Lernen ist schon seit vielen Jahren in den Lehrplänen keine Rede mehr, so dass die "Inklusion" im Prinzip nichts Neues darstellt, jetzt allerdings medial stark gepushed wird.
Was wichtig ist: Die Schülereltern müssen sich vom Gedanken befreien, dass das Lernen heute mit dem während ihrer Schulzeit zu vergleichen ist. Dinge, wie ein "Klassenspiegel", ein "Klassenschnitt", ein homogenes Vorangehen sind nicht mehr denkbar.
Auf der anderen Seite sollte angemerkt werden, dass gerade in den Grundschulen schon immer Kinder mit Behinderungen, Lernschwierigkeiten usw. im regulären Klassenverband unterrichtet wurden. Somit ist die Inklusion im Prinzip nichts Neues. Neu ist lediglich der Rechtsanspruch.
Die beratende Aufgabe von Lehrern und Sonderpädagogen sowie von allen das Kind umgebenen Personen liegt vor Schuleintritt darin, das Für und Wider zwischen Regel- und Förderschule abzuwägen, damit dann von Elternseite eine vernünftige Entscheidung für eine dieser Schulformen getroffen werden kann.
Denn: Die Regelschule ist eben nicht für jedes Kind die beste Wahl. Es gibt vielerlei Gründe, warum das Lernen an einer Förderschule für bestimmte Kinder sehr viel geeigneter ist (kleine Klassen, individuellere Betreuung).
"Inklusion ist also kein Expertenthema. Es ist ein Thema, das die Zustimmung Aller erfordert und deshalb gesamtgesellschaftliche Bedeutung besitzt." (Quelle: http://www.aktion-mensch.de/inklusion/was-ist-inklusion.php).
Dies war lediglich ein kleiner Exkurs in die Thematik. Um ein wenig mehr über die Inklusion zu erfahren, können Sie z.B. folgende Seiten im Internet anklicken:
- http://www.aktion-mensch.de/inklusion/was-ist-inklusion.php
- http://www.schulministerium.nrw.de/docs/Schulsystem/Inklusion/
- http://www.aktion-mensch.de/inklusion/was-ist-inklusion.php
- http://www.schulministerium.nrw.de/docs/Schulsystem/Inklusion/
- http://www.tresselt.de/inklusion.htm
- http://www.gew-nrw.de/index.php?id=2210
- http://www.vbe-nrw.de/index.php?menu_id=29
- http://www.gew-nrw.de/index.php?id=2210
- http://www.vbe-nrw.de/index.php?menu_id=29
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